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Breitbandausbau - Markterkundung Klingenmühlhöfle

Die Gemeinde Kaisersbach beabsichtigt die derzeitige Breitbandversorgung im Ortsteil Klingenmühlhöfle zu verbessern und führt, um zukünftige Ausbau- und Fördermaßnahmen besser planen zu können, ein Markterkundungsverfahren durch.

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Jugendstudie 2019 - Online Umfrage

Die Landeszentrale für politische Bildung fordert alle Jugendlichen zwischen 14 und 19 Jahren zur Teilnahme an der Online-Fragebogenaktion für eine Studie zur kommunalen Kinder- und Jugendbeteiligung auf.

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Ferienprogramm 2019

Die Vereine und Organisationen haben wieder ein tolles Ferienprogramm auf die Beine gestellt.

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Gemeinde Kaisersbach > Gemeinde > Historisches

Die Gemeinde Kaisersbach damals und heute

Der Hauptort Kaisersbach liegt bei der höchsten Erhebung der Gemeinde, dem 573 m hohen Bühl. Vom Wasserturm auf dem Bühl aus hat man einen prächtigen Rundblick über die Höhen des Schwäbischen Waldes und hinüber zur Alb. Der Ort wird 1375 als “Kaiserspuch” urkundlich genannt. Der Name erinnert an die riesigen Reichswälder aus Buchen und Tannen, die sich hier einst ausdehnten - letztere bestimmen das Wappen. Auch heute noch ist die Gemarkung von 28 km² zur Hälfte mit Wald bedeckt.

Im Teilort Cronhütte befand sich im 16. Jahrhundert eine bedeutende Glashütte. Der Name “Sandland” für den östlichen Teil der Gemeinde und das angrenzende Alfdorfer und Gschwender Gebiet erinnert an den für die Glasherstellung so wichtigen Rohstoff. Der Weiler Schadberg wird als “Schadeburg” 1271 erstmals genannt. Der Gaugraf des Nibelgaus soll hier seinen Sitz gehabt haben. Die Wallfahrtskirche zu St. Ulrich wurde, ebenso wie die Marienkapelle in Gebenweiler, nach der Reformation abgebrochen. Gebenweiler wird bereits 1078 erstmals genannt. Die Glocke der Marienkapelle hängt heute in der Kaisersbacher Kirche, die erst 1867/69 erbaut wurde. 1294 taucht der Name des Teilort Ebni zum ersten Mal auf. Er erinnert wieder an die mittelalterliche Glasherstellung und kommt wohl vom “Ebnen” des zunächst als Hohlkörper geblasenen Glases. Auf die Scheitholzflößerei auf Wieslauf und Rems geht der 1745 angelegte Ebnisee zurück . Heute ist er ein beliebtes Ausflugsziel.

Früher gehörte Kaisersbach dem Oberamt Welzheim an, bevor dieses 1936 kurzerhand aufgelöst wurde. Danach war Kaisersbach Teil des Landkreises Waiblingen, bevor die Gemeinde 1974 zum Rems-Murr-Kreis, einem Zusammenschluss vom Kreis Waiblingen und dem Kreis Backnang, kam.

Kaisersbach und Ebni sind anerkannte Erholungsorte. Gaststätten mit ausgezeichnetem Ruf, viele Freizeiteinrichtungen, im Winter Lifte und Loipen stehen dem Gast zur Verfügung. Schullandheim, Freizeitheim und Jugendzeltplatz heißen auch junge Besucher willkommen. Wanderwege führen durch stille Wälder und romantische Grotten vorbei an idyllisch gelegenen Mühlen und Weilern. Über 100 km ausgeschilderte Wanderwege, auch in entlegene Winkel, sind für Alt und Jung vorhanden. Aber auch Radtouren rund um Kaisersbach und Ebni locken viele Besucher an.

Land- und Forstwirtschaft spielen immer mehr eine untergeordnete Rolle im Wirtschaftsleben der Gemeinde. In den letzten Jahren gaben zahlreiche Neben- und Haupterwerbslandwirte auf. Meist fehlte es an einem Hofnachfolger, sodass die Betreiber in den Ruhestand gingen. Ungünstig ist auch die Situation auf dem Arbeitsmarkt. Zwar hat Kaisersbach eine der niedrigsten Arbeitslosenquoten im Rems-Murr-Kreis, trotzdem ist das Angebot an Arbeitsplätzen in der Gemeinde vergleichsweise gering. Die Zahl der örtlichen Arbeitsplätze lag im Jahr 2018 bei rund 400. Die meisten der rd. 2.500 Einwohner müssen, soweit sie erwerbstätig sind, meist einen Arbeitsplatz in den umliegenden Gemeinden aufsuchen.

Kaisersbach gehörte auch zu Beginn des 21. Jahrhunderts nach wie vor zu den finanzschwächsten Gemeinden in der gesamten Region Stuttgart, die 5 Landkreise oder knapp 190 Städte und Gemeinden umfasst. Das wirtschaftliche Auf und Ab hat die Gemeinde jedoch nicht so hart getroffen wie andere Kommunen. Durch das Fehlen steuerstarker Betriebe traten durch wirtschaftliche Schwierigkeiten kaum Einnahmenausfälle im Bereich Gewerbesteuer auf; wer nicht viel Einnahmen hat, kann letztlich auch nicht viel verlieren. Deshalb konnten die öffentlichen Einrichtungen in der Gemeinde wie Schule, Rathaus, Wasserversorgung und nicht zuletzt die Abwasseranlagen ganz oder teilweise saniert bzw. ausgebaut werden. Vor allem die Wasserversorgung, die Erweiterung der Kläranlage Kaisersbach sowie die Unterhaltung der Gemeindestraßen sind für die weitläufige Flächengemeinde mit 43 Teilorten eine schwere Bürde.

Die Gemeinde Kaisersbach, die inmitten des Naturparkes “Schwäbisch-Fränkischer-Wald" liegt, hat in den letzten Jahren nicht nur als Naherholungsort weitere Bekanntheit erreicht. Mit der Anlegung eines beispielhaften Kräutergartens im Hauptort Kaisersbach im Jahre 2001 erhielten der Gastgeberverein Kaisersbach und die Gemeinde viel Lob und Anerkennung. In den letzten Jahren hat die Gemeinde auch als Wohngemeinde weiter an Bedeutung gewonnen. Zwischen 1981 und 2001 wurden 9 Neubaugebiete mit insgesamt 12 ha Wohnbaufläche neu erschlossen, so auch ein Gebiet im Teilort Ebni. Zuletzt im Jahr 2015 das Baugebiet "Leinäcker I". Nahezu 175 Bauplätze für einheimische aber auch für auswärtige Bürgerinnen und Bürger konnten auf diese Weise zur Verfügung gestellt werden. Aber auch die Schaffung von Baumöglichkeiten in den Teilorten, so hauptsächlich in Cronhütte, haben dafür gesorgt, dass auch die Teilorte weitere Entwicklungsimpulse bekamen.

Die Abwasserbeseitigung in den Teilorten wurde in den Jahren 1997 bis 2005  weiter ausgebaut, sodass die meisten Teilorte nun ordnungsgemäß entsorgt werden. Auch in Kaisersbach wurden die bisher nicht an die Kanalisation angeschlossenen Bereiche Sommerrain, Heumaden und Eulenhof an die Kläranlage Kaisersbach mittels eines Pumpwerkes angeschlossen. Somit ist der Hauptort jetzt vollständig ordnungsgemäß entwässert.

Trotz nicht übersehbarer Finanz- und Strukturschwächen und der Probleme im Bereich der allgemeinen Arbeitsmarkt- und Wirtschaftslage kann unsere Gemeinde durchaus optimistisch in die Zukunft schauen, weil mit Bauplatzerlösen vor allem Schulden getilgt worden sind. Weiterhin sind wir stolz auf unsere intakte Ökologie, die auf Dauer mehr Lebensqualität verspricht als Gewerbe- und Industrieansiedlungen und einer damit verbundenen starken Bautätigkeit.