Kaisersbach - Rathaus und Kirche

 Cronhütte

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Geschichte

Im Jahre 1532 wurde am Eichberg im Cronwald von Hüttenmeister Hans Huber und dessen Schwiegersohn Konrad Frentzel eine Glashütte eingerichtet. Diese wurde im Jahre 1535 vom Abt in Lorch an Jakob Greiner, der meist Jakob Kurz genannt wurde, als ,,rechtes Erblehen" übertragen. Jakob Greiner war ebenfalls ein Schwiegersohn von Hans Huber, auf den im übrigen noch der ,,Huberlesbrunnen" im nahen Hundsberg hinweist. Die neue Glaserhütte Cronhütte nahm eine rasche und günstige Entwicklung. Hier waren, wie es in der Welzheimer Oberamtsbeschreibung heißt, schon im Jahre 1542 insgesamt 150 Beschäftigte tätig. Nicht weniger als 25 Wohngebäude standen damals dort, darunter auch ein ,,Steinhaus". Hier könnte übrigens ein Fehler in der Oberamtsbeschreibung vorliegen. Mit der Zahl 150 wird eher die Gesamtzahl der Einwohner gemeint sein, nicht die Zahl der in der Glashütte Tätigen, was auch eine Belegung der Wohngebäude ergäbe, die glaubhaft erscheint. Doch steht trotzdem die gute Entwicklung der Glaserhütte in Cronhütte außer Zweifel, da bereits im Jahre 1543 das Kloster Lorch gebeten wurde, die Ausdehnung des Waldgebietes zur Holznutzung bis zum ,,Adelberger Forst" bei Ebersberg und Hengstberg zu genehmigen.

Eine Reihe von Hüttenmeistern, die in Cronhütte eingesetzt waren, trugen den Namen Greiner. Offensichtlich wurde also von Cronhütte aus die Hüttenmeisterfamilie Greiner auch in der Umgebung tätig, gründete 1550 eine Glaserhütte in Weidenbach und 1583 auf Drängen des Klosters Murrhardt in Mettelchristbach, dem heutigen Mettelbach, von wo die Brüder Jakob und Christoph Greiner aus Cronhütte als Hüttenmeister genannt wurden. Wie sich am Ende die Hütten in Mettelbach und Weidenbach entwickelt haben, ist nicht bekannt. Die Glaserhütte Cronhütte jedenfalls dürfte das Jahr 1634 nicht überstanden haben.

Im Jahre 1532 war vom Kloster Lorch dem Meister Hans Huber von Gmünd und dem Glasermeister Conrad Frentzel erlaubt worden, bei Schadburg eine Glashütte zu errichten, die dann nach dem zugehörigen Kronwald K r o n h ü t t e (Cronhütte) genannt wurde. 1535 haben die beiden die ihnen als Erblehen verliehene Hütte an Jakob Greiner (auch Jakob Kurz genannt) verkauft. Der Betrieb scheint sich recht gut entwickelt zu haben; 1542 zählte der Ort mit Frauen und Kindern ,,gegen 150 Menschen, die sich allein vom Glaswerk ernähren«. 1558 werden die Gebrüder Melchior und Martin, ,,die Kurzen" erwähnt. Die Namen Kurz und Greiner wurden, wie damals üblich, wechselweise für diese Familie gebraucht. 1575 zinste Hans Greiner, genannt Schmack, der Hüttmeister zu Weidenbach, noch aus der Kronhütte.

1941 macht Bauer Albert Stecher aus Cronhütte in der Nähe von ,,Eichberg" bei Schadberg einen Fund, der als ,,Vase von Cronhütte" in Fachkreisen bekannt wurde. Diese Vase gilt als Hinweis dafür, daß hier im 8. Jahrhundert erstmals Glaser gesiedelt haben.

Oberamtsbeschreibung 1845

Cronhütte, auch Aichberg genannt, Weiler mit 291 evangelischen Einwohnern. Liegt auf dem Walde, südöstlich 1 ½ Stunden von Kaisersbach. Von dem Kloster Lorch her stehen alle Grundgefälle dem Staate zu. Der Ort gehört dem genannten Kloster in das Amt Pfahlbronn. Ein Streit zwischen demselben und Gernold von Welzheim über die Cronmühle wurde 1305 beigelegt. Im Jahre 1535 gestattete das Kloster, daß ein Hüttenmeister die kurz zuvor auf dem Walde Aichberg angelegte Glashütte - die nun wegen des dazu gehörigen “Cronwaldes” - Cronhütte genannt wurde, als Erblehen betreibe. Schon 1542 waren hier gegen 150 Menschen mit der Glasfabrikation beschäftigt und es standen in diesem Weiler mehr als 25 Wohngebäude, darunter sogar ein “Steinhaus”. Wann die Glasfabrikation aufgehört, ist unbekannt.

Bei dem Orte waren noch drei Weiher; darunter der 3 Morgen große Cronsee.

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