Kaisersbach - Rathaus und Kirche

 Ebni

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Geschichte

In einer Urkunde vom 12. Februar 1284 wird Ebni als ,,Ebenin" erwähnt. Lehrer und Heimatforscher Hans Kaupp stellte dazu in einer siedlungsgeschichtlichen Untersuchung fest, die in den Jahren 1939/1941 in den ,,Blättern des Welzheimer Waldvereins" veröffentlicht wurde, daß die Ortsbezeichnung ,,Ebenin" auf das Vorhandensein einer ,,Ebenenhütte" hinweist. Eine ,,Ebenenhütte" ist der Teil einer Glashütte, in dem die gezogenen Glasröhren im halbwarmen Zustand zum Flachglas geebnet werden.

Steinbach und Fautspach waren zwei Standorte, von denen aus die Glaserhütten bei Ebni entstanden sind.  Die Orte und Gewanne mit Namen wie Hägerhof, Holzbuckel, Grasgehren, Fuchshof, Höfenäckerle, Gallenhöfle, Gallengrotte und Spatzenhof gründeten alle auf das Glaserhandwerk. Alle Glaserhütten im Bereich Ebni, die von Glaserforscher Karl Greiner als ,,Stützerhütten" bezeichnet wurden, sind nach dem Jahre 1634 eingegangen. Ursachen waren die Folgen der Schlacht bei Nördlingen und vor allem die Pestwellen jener Zeit. Erwähnt werden sollte noch, daß im Hägerhof, der ältesten bäuerlichen Siedlung dieses Bereichs, noch im Jahr 1800 Pottasche für die Spiegelglashütte in Spiegelberg und sogar bis zum Jahre 1840 Holzkohle für die Schmieden im Remstal, im Wieslauftal und im Weißacher Tal hergestellt wurde.

Oberamtsbeschreibung 1845

Ebni - Weiler mit 193 evangelischen Einwohnern, liegt auf der oben erwähnten “Ebni” genannten, Hügelreihe, unter welcher das Wieslaufthal beginnt, 3/4 Stunden von Kaisersbach. Ebni, welches theils nach Rudersberg und theils nach Welzheim pfarrte, wurde 1823 ganz nach Welzheim eingepfarrt. Der große Zehente und die übrigen Grundabgaben stehen, jene von Adelberg, diese von der Kellerei Backnang her, dem Staat zu. Der Weiler besteht aus zerstreut umher liegenden Häuschen und hat eine nur kleine Markung. Die Bewohner der ganzen “Ebni” sind durchaus sogenannte Kleinbauern und Taglöhner zur Winterszeit Holzschlittenschlepper. Sie leben meist in dürftigen Umständen und besitzen nur wenig Melkvieh.

Die Schule ist in einem neu erbauten Hause untergebracht. Die Industrieschule wurde oben genannt. Der Weiler bestand ursprünglich aus zwei Höfen, die zur Herrschaft Ebersberg, O.A. Backnang gehörten und die mit dieser Württemberg erworben hatte. Albertus dictus de Ebersperch gibt 1284 in oppido Wallenzi dem Kloster Adelberg “decimas in Monenwiler et in Ebenin, ad ecclesiam Steiniberch pertinentes” zurück und verspricht “quod in dictis decimis seu in aliis possessionibus ad monasterium de Madelberch pertinentibus, nullam de cetero inseram injuriam, molestiam, seu alicujus dampni lesionem” etc. Die weiteren Güter entstanden durch spätere Ausrodung und gehörten zum Amte Rudersberg. Der Ebni-See, welcher zu dem oben erwähnten Holzfloß eingerichtet ist, liegt hier.

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