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Oberamtsbeschreibung 1845
Mönchhof, auch Mönchhofen, Weiler mit 88 evangelischen Einwohnern. Nordöstlich ½ Stunde von Kaisersbach und 1 Stunde von Kirchenkirnberg, dem Mutterorte gelegen. Dem
Staat, der auch die übrigen Grundgefälle bezieht, gehört wegen des Klosters Adelberg der große, der Pfarrei Kirchenkirnberg der kleine Zehente. Der Weiler ist eine alte Besitzung des gedachten
Klosters und wird von diesem den Namen haben. Er hat gute Äcker und besteht aus vier Lehengütern, worauf der Viehstand nahmhaft ist. Ritter Wolf von Stein von Steinegg verkaufte 1343 an Adelberg
“ein Holz mit dem Boden und aller siner Zugehörde daz ze Harde bi dem Münchhofe gelegen ist, der des Closters von Madelberg ist .. ieden Morgen, als in die Meßrut gab vmb 10 Schilling
Heller.” Stephan, von Münchhof genannt und seine Hausfrau, treten 1444 dem Kloster alles ihr Gut ab, “darumb, daß ich Stephan etwa vil Jare der Herrn von Adelberg Amptmann gewesen bin und
ir wol genossen han, und villyt (vielleicht) unterwylen mer, denn ich sollt, han gethan”, wogegen Beide 20 fl. Leibgeding erhielten.
Nördlich ist die sogenannte Schanze; ein schanzenartiger Aufwurf, wo ehemals manche alte unbekannte Geräthschaften, auch Münzen, gefunden worden seyn sollen.
Verweis auf Seite 114 - hier steht unter Alterthümer: Schanzen, z. B. eine viereckige, befindet sich in der Nähe des Mönchhofs. Daselbst wurde eine Münze von Domitian
gefunden.
Hinweis: unter “Schanzen” versteht man einen Bestandteil der römischen Grenzlinie (Limes).
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