Freiwillige Feuerwehr Kaisersbach: Über 1.000 Stunden ehrenamtliches Engagement im Jahr 2025 und ein personeller Wechsel in der Kommandantschaft
Am 9. Januar 2026 versammelte sich die Freiwillige Feuerwehr Kaisersbach zu ihrer Jahreshauptversammlung, um auf ein ereignisreiches Jahr 2025 zurückzublicken und personelle Weichenstellungen vorzunehmen. Im Zentrum des Abends standen ein Wechsel in der Führungsebene, die hohe Einsatzbereitschaft der ehrenamtlichen Retter sowie die erfolgreiche Nachwuchsarbeit.
Kontinuität und Wandel in der Führung
Ein Höhepunkt der Versammlung war die Neubesetzung des stellvertretenden Kommandanten. Florian Kimmel wurde von der Versammlung mit großer Mehrheit zum Nachfolger von Jochen Schmeißer gewählt, der feierlich aus seinem Amt verabschiedet wurde. Mit dieser Wahl stößt Florian Kimmel in die bestehende Kommandantenstruktur um Kommandant Markus Rader und den weiteren Stellvertreter Markus Kugler hinzu. Kimmel, der zeitgleich zum Brandmeister befördert und zum Zugführer berufen wurde, wird sein neues Amt nach der offiziellen Verpflichtung durch den Gemeinderat am 29. Januar 2026 antreten.
Ehrenamtliche Stärke und Einsatzstatistik
Kommandant Markus Rader berichtete von einem intensiven Jahr, in dem die aktuell 58 Aktiven der Einsatzabteilung zu insgesamt 47 Einsätzen gerufen wurden. Das Spektrum reichte von schweren Gebäudebränden bis hin zu technisch anspruchsvollen Tier- und Menschenrettungen. Besonders hervorzuheben ist die erfolgreiche Bilanz: Fünf Menschen und zwei Tiere konnten im vergangenen Jahr gerettet werden.
Dieses Engagement stützt sich auf ein enormes Pensum an ehrenamtlicher Arbeit:
- 130 Übungsstunden wurden insgesamt im Jahr 2025 geleistet
- Zusätzlich fielen hunderte Stunden für die Gerätewartung (181 h) und die Kommandantentätigkeit (687 h) an
- Die Ausbildung wurde durch Spezialtrainings sowie verschiedenste Fortbildungen kontinuierlich vorangetrieben
Starker Nachwuchs und gesellschaftliches Engagement
Die Feuerwehr Kaisersbach ist weit mehr als eine reine Einsatzabteilung; sie ist ein fester Anker im gesellschaftlichen Leben der Gemeinde.
- Jugendarbeit: Die Jugendfeuerwehr startet mit 21 Jugendlichen (10 Jungen, 11 Mädchen) in das Jahr 2026. Unter der Leitung von Jugendwart Michael Riedel wurden neben 15 feuerwehrtechnischen Diensten auch zahlreiche Freizeitaktivitäten wie ein Spieleabend oder Ausflüge durchgeführt.
- Präsenz im Dorfleben: Ob beim Abschmücken des Christbaums am Kirchplatz, dem Eisverkauf auf dem Dorffest oder dem Stand am Tag der offenen Tür – die Feuerwehr und ihr Nachwuchs sind bei den lokalen Veranstaltungen aktiv vertreten.
- Besondere Aktionen: Ein Highlight war der Aktionstag im Schwabenpark, bei dem die Jugendfeuerwehr mit einem Aktionsstand und dem Einsatzfahrzeug HLF 20 die Begeisterung für das Ehrenamt weckte.
- Altersabteilung: Auch die Mitglieder der Alterswehr bringen sich aktiv ein, etwa durch die Ausrichtung des Obmanntreffens in Kaisersbach oder die Teilnahme an regionalen Treffen und Besichtigungen.
Ausblick auf 2026: Modernisierung und neues Einsatzfahrzeug
Für die nächsten Jahre stehen wegweisende Modernisierungsschritte an, um die Schlagkraft der Wehr weiter zu erhöhen. Ein zentrales Projekt ist die geplante Ersatzbeschaffung des in die Jahre gekommenen Tanklöschfahrzeugs (TLF 8) aus dem Jahr 1989. Wie in der Versammlung und den vorangegangenen Gemeinderatssitzungen erläutert, ist hierfür die Anschaffung eines modernen Löschgruppenfahrzeugs LF 10 vorgesehen. Derzeit läuft die öffentliche Ausschreibung für das Fahrzeug.
Der Gemeinderat hat bereits in den Jahren 2024 und 2025 die Weichen für dieses rund 590.000 Euro teure Vorhaben gestellt, das für die technische Hilfeleistung und den Brandschutz in Kaisersbach von entscheidender Bedeutung ist. Neben dieser großen Investition wird die Feuerwehr 2026 auch technologisch aufrüsten: Die Einführung des digitalen Einsatzstellenfunks sowie die Umstellung auf digitale Hydrantenpläne werden die Abläufe im Einsatzfall weiter optimieren und sicherer gestalten.
Dank an Partner und Familien
Bürgermeister Michael Clauss und Kreisbrandmeister Pascal Dölle unterstrichen in ihren Grußworten, dass Technik und Fahrzeuge nur so gut seien wie die Menschen, die sie bedienen. Sie dankten der Wehr nicht nur für die geleisteten Stunden, sondern richteten einen besonderen Dank an die Partnerinnen, Partner und Familien der Feuerwehrangehörigen. Ohne deren Rückhalt und das Verständnis, wenn der Funkmeldeempfänger den Alltag unterbricht, wäre ein solches Pensum im Ehrenamt nicht leistbar.
„Ob bei Bränden, technischen Hilfeleistungen, Unwettereinsätzen oder beim Engagement für Veranstaltungen: Auf die Kaisersbacher Feuerwehr ist immer Verlass“, so Clauss
Die Versammlung endete mit dem traditionellen Leitspruch „Gott zur Ehr’, dem Nächsten zur Wehr“ und einem optimistischen Blick auf die kommenden Aufgaben der motivierten Wehr.
Einsatzstatistik:
Die Feuerwehr wurde zu insgesamt 36 Einsätzen und 11 Kann-Aufgaben gerufen.
Brandeinsätze (9): Darunter ein Kellerbrand und drei Gebäudebrände.
Technische Hilfeleistung (9): Inklusive Tierrettungen (Pferd/Ente) und einer Menschenrettung per Schleifkorbtrage.
Überlandhilfe (17): Unterstützung in Alfdorf, Althütte, Welzheim und Murrhardt.
Rettungen: 5 Menschen und 2 Tiere wurden gerettet; es gab keine verletzten Feuerwehrangehörigen.







