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Kaisersbach verzichtet bei Reparatur auf Versiegelung des Gemeindewegs in Gmeinweiler

Artikel vom 25.06.2024

Kaisersbach verzichtet bei Reparatur auf Versiegelung des Gemeindewegs in Gmeinweiler

Für den bei den Starkregenereignissen in der Nacht vom 2. auf 3. Juni komplett zerstörten Gemeindeweg in Gmeinweiler hat die Gemeinde Kaisersbach Sofortmaßnahmen zur Reparatur beauftragt. Dabei wird bewusst auf eine neuerliche Versiegelung des Wegs durch eine Asphaltoberfläche o.ä. verzichtet. Auch wird die bisher unterirdische Bachverdolung des Schwarzbachs (in Kanalrohren) nun in einer offenen Bauweise ausgeführt. „Die Gemeinde Kaisersbach geht bei der Reparatur des Gemeindewegs sensibel und verantwortungsbewusst mit der Lenkung von Regen- und Bachwasser um“, betont Bürgermeister Michael Clauss.

Die Arbeiten kosten bis zu 50.000 EUR und wurden kurzfristig durch Umlaufbeschluss des Gemeinderats einstimmig freigegeben, damit weitere Schäden verhindert werden können.

 

Sachverhalt:

Durch den Starkregen in der Nacht vom 2. auf 3 Juni 2024 wurde der Gemeindeweg in Gmeinweiler unterhalb des Löschteichs bzw. Abwasserpumpwerks auf einer Länge von ca. 90 Metern stark beschädigt (siehe Foto im Anhang). Das Oberflächenwasser hat auf dem Asphalt talwärts eine große Geschwindigkeit entwickelt und nach ca. 300 Metern begonnen den Asphalt von der Oberfläche her zu unterspülen. Die Kräfte waren so groß, dass von 90 Metern Weg über die Oberfläche der komplette Asphalt und ca. 1 Meter Wegunterbau nahezu komplett weggespült wurden. Auch der unterirdisch verlaufende Regenwasserkanal (=Bachverdolung Schwarzbach) wurde zerstört.

Derzeit bietet der ausgespülte Weg kein Widerlager mehr für die Hänge rechts und links des Wegs. Somit  könnte ein weiteres Starkregenereignis den Weg weiter ausspülen und die Hänge zusätzlich gefährden. Hier sind kurzfristig Maßnahmen notwendig, um wieder ein Widerlager zu bilden. Zudem ist im weiteren Bachverlauf im Wald eine größere Rutschung zum Nachbargrundstück hin noch immer in Bewegung.

 

Bisheriger Aufbau:

Der weggespülte Wegabschnitt war mit ca. 1 Meter Unterbau und einer Asphaltoberfläche ausgeführt. An der südlichen Seite war der Weg mit Rinnensteinen ergänzt. In ca. ein Meter Tiefe verlief eine Regenwasserkanal (DN 400), der neben Straßenwasser auch den Schwarzbach führte.

 

Künftiger Aufbau:

Es wurde nun abgewogen, ob das Regenwasser wieder in einem neuen Kanal, ggf. mit größerem Durchmesser (DN 600) geführt werden soll und die Oberfläche optional wieder asphaltiert wird. Rathaus und Gemeinderat haben sich für eine eher offene Wasserführung ohne Asphaltierung und ohne neuen Kanal entschieden. Allerdings muss eine Befahrbarkeit für landwirtschaftliche und forstwirtschaftliche Maschinen der unterhalb liegenden Anlieger ermöglicht werden. Das Regen-/Bachwasser wird ohne Kanal im offenen Bachlauf mit Schroppen geführt werden. Lediglich die kleinen Drainage-Rohre aus dem Wiesenhang bleiben in Benutzung. Am Übergang des noch erhaltenen Wegs wird ein Schachtbauwerk am noch vorhandenen Regenwasserkanal als mechanische Bremse für das talwärts fließende Bach-/Regenwasser errichtet.

 

Dies sind die ersten Sofortmaßnahmen, mit deren Umsetzung bereits begonnen wurde. Die offene Wasserführung dürfte wasserökologische Vorteile durch den offenen Bachlauf mit sich mitbringen, es kann aber auch nicht ausgeschlossen werden, dass loses Material bei einem Starkregen fortgeschwemmt wird. Daher muss ggf. zu einem späteren Zeitpunkt eine Sicherung der offenen Bauweise durch Querriegel o.ä. erfolgen.